Das Gefühl von Freiheit und die Abenteuerlust waren die entscheidenden Triebfedern bei der Eroberung des Himmels durch den Menschen. Mit Flugzeugen schien die Freiheit über den Wolken grenzenlos. Spätestens im 20. Jahrhundert und mit steigendem Verkehrsaufkommen am Himmel kam dabei der Uhr als Navigationsinstrument eine zentrale und immens wichtige Rolle zu, damit die Piloten, die noch ohne Höhenmeter oder Radar unterwegs waren, überhaupt ihr Ziel fanden. Die meisten Piloten navigierten noch mit Hilfe von Taschenuhren, aber der Mythos der Fliegeruhr, wie wir sie heute kennen, nahm in dieser Zeit seinen Anfang.

Auch wenn Fliegeruhren heutzutage ihren funktionalistischen Ansatz so gut wie verloren haben, erfreuen sie sich uneingeschränkter Beliebtheit. Mit ihrem markanten Instrumentenlook verströmen sie nach wie vor das Gefühl von Unabhängigkeit und das unangepasste, heldenhafte Flair der Fliegerpioniere. So gut wie alle Fliegeruhren setzen optisch auf wesentliche, charakteristische Merkmale: Typisch sind ein mattschwarzes Zifferblatt und eine klar ablesbare Anzeige. Auf fast allen Fliegeruhren findet sich auch der sogenannte dreieckige Nullindex und die Zeiger und Ziffern sind mit Leuchtmasse versehen. Darüber hinaus haben sie üblicherweise eine extragroße, griffige Krone.

Eine der bekanntesten Fliegeruhren ist die Navitimer von Breitling. Schon 1952 kreierte Breitling zum ersten Mal eine Uhr für Piloten und Aviatikprofis. Mit der Navitimer und ihrem kreisförmigen Rechenschieber lassen sich auch heute noch sämtliche Luftfahrt-Navigationsberechnungen durchführen. Dieser Chronograph hat sich als das Breitling Modell und als Kultobjekt für Aeronautikfans weltweit durchgesetzt. Dieser seit über 60 Jahren ununterbrochen produzierte Zeitmesser ist darüber hinaus einer der Urahnen der Mechanikchronographen und somit einer der großen Uhrenklassiker des 20. Jahrhunderts.

Dass auch im Schwarzwald imposante Flieger-Chronographen produziert werden, beweist Junghans. Mit der Meister Pilot ist dem Schramberger Unternehmen ein echter Coup gelungen. Junghans stattete die 2016 vorgestellte Meister Pilot im letzten Jahr mit einer noch robusteren Oberfläche und damit auch markanteren Optik aus. Der dunkle anthrazit Farbton der DLC-Beschichtung (Diamond-Like-Carbon) verleiht der Uhr ihre prägnante Ausstrahlung, das Material selbst bietet Schutz vor Kratzern und macht die Meister Pilot zu einem äußerst robusten Copiloten. Der neue Zeitmesser steht dabei ganz in der Tradition ehemaliger Fliegeruhren von Junghans: Mit dem legendären Chronographen von 1955 wurde bereits die damals neu gegründete Bundeswehr ausgestattet.

Im sächsischen Glashütte entwickelte der Uhrenhersteller Mühle-Glashütte gemeinsam mit den Rettungsfliegern der Marine einen ganz speziellen Flieger-Chronographen. Die Rettungsflieger suchten einen robusten, gut ablesbaren Chronographen, mit dem auch Fluggeschwindigkeiten berechnet werden können. Diesen Anforderungen wird der S.A.R. Flieger-Chronograph von Mühle-Glashütte dank seiner Feinregulierung und speziell gestalteter Chronographen-Funktionen mit hervorgehobener 10-Sekunden-Skala gerecht. Mit 44 mm Gehäusedurchmesser ist auch die Ablesbarkeit selbst in hektischen Phasen während einer Rettung garantiert, denn gerade beim Fliegen muss ein kurzer Blick genügen, um die Uhrzeit oder eine Stoppzeit sicher erfassen zu können. Besonders wichtig für die Besatzungsmitglieder ist die deutlich gekennzeichnete 10-Sekunden-Skala, weil damit Zeitmessungen zur Berechnung der Fluggeschwindigkeit durchgeführt werden können und die Uhr die Bordinstrumente als unabhängiges Backup-System unterstützen kann.

Ein weiteres Highlight dieser Uhrengattung kommt aus dem Hause Sinn. Die Fliegeruhr 857 UTC VFR des Frankfurter Uhrenherstellers wurde nach DIN 8330 geprüft und zertifiziert. Sie ist somit eine der Fliegeruhren, die sich durch exakt definierte funktionale und technische Merkmale auszeichnet und somit den beim Flugbetrieb auftretenden Vibrationen, Stoß- und Fliehkraftbelastungen, Temperaturwechseln und Magnetfeldern standhält. Somit wird sichergestellt, dass die Uhr die in einem Fluggerät vorhandenen Zeitmessinstrumente für den Piloten nach Sichtflugregeln (VFR = visual flight rules) in vollem Umfang ersetzen kann.

Erbstück – so heißt das neueste Fliegermodell von LACO. Und die Uhr sieht auch aus, als habe sie bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts getickt. Doch die Kratzer, die vermeintlichen Rostspuren und das antike Armband täuschen. Dank eines speziellen Verfahrens setzt bei der Erbstück ein künstlicher Alterungsprozess ein, der ihr den historischen Charme verleiht und den Eindruck, als sie sei schon von Generationen getragen worden. Auf diese Weise hat der Träger jederzeit das Gefühl, ein historisches Unikat am Arm zu tragen.

 

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