Es ist wohl die bekannteste Uhrenmarke der Welt. Rolex hat sich wie kein anderer Brand als Luxusmarke etabliert, jeder kennt sie. Sie ist mittlerweile ein echter Vintageklassiker, bereits seit 92 Jahren gibt es die Schweizer Uhrenmarke. Wer eine Rolex trägt, sendet damit ein klares Signal: Eine Rolex steht für Luxus, für Extravaganz und für einen opulenten Lifestyle.

Doch echte Kenner wollen mehr als eine prestigeträchtige Uhr. Was macht eine Rolex eigentlich zu einer echten Rolex? Wie immer steckt der Teufel im Detail, deshalb habe ich die einzelnen Bestandteile des Uhrenklassikers Oyster Perpetual mal genauer unter die Lupe genommen.

1.Der Rotor

Perpetual Rotor ©Rolex/Joel von Allmen

1931 erfand Rolex den später patentierten rotorbetriebenen Selbstaufzugsmechanismus, genannt Perpetual­-Rotor, der in der Folgezeit von der gesamten Uhrenindustrie übernommen wurde. Dadurch wurde die Oyster zur Oyster Perpetual. Der Perpetual­-Rotor besteht aus einer halbmondförmigen Schwungmasse, die je nach den Bewegungen des Handgelenks in beide Richtungen frei um die eigene Achse rotiert. Denn er überträgt so die Energie an die Zugfeder, das Antriebsorgan der Armbanduhr.

Ausserdem brachte der Rotor neben dem Komfortgewinn für den Träger, der nun nicht mehr täglich seine Uhr aufziehen musste, auch Vorteile für die Dichtheit der Oyster mit sich: Die Aufzugskrone musste nicht mehr aufge­schraubt werden und das Uhrwerk war so gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Der Rotor sorgt dafür, dass die Zugfeder im Federhaus ständig gespannt wird, und liefert so der Armbanduhr eine konstante, stabile Energiequelle. Dadurch werden größere Regelmä­ßigkeit und höhere Genauigkeit der Armbanduhr gewährleistet.

2. Die Parachrom-Spirale

Parachrom Spirale ©Rolex/Joel von Allmen

In einer mechanischen Uhr ist der Oszillator der Taktgeber. Denn die Kombination von Unruh und Spiralfeder ist der gangre­gelnde Mechanismus, der die Präzision einer Armbanduhr von Rolex durch die Regelmäßigkeit seiner Schwingungen bestimmt. Deshalb hat Rolex im Jahre 2000 eine patentierte Spiralfeder einge­führt, die aus einer exklusiven Legierung, einer Verbindung von Niobium, Zirkonium und Sauerstoff, hergestellt wird: die Parachrom­Spirale.

Diese zentrale Komponente mit einem Durchmesser von einem halben Zentimeter bietet entscheidende Vorteile im Hinblick auf die chronometrische Präzision: Sie ist unempfind­lich gegen Magnetfelder, erweist sich bei Temperatur­schwankungen als äußerst stabil und hält Erschütterungen bis zu zehnmal besser stand als eine herkömmliche Spirale.

3. Das Paraflex-Antischocksystem

Paraflex Antischocksystem ©Rolex/Joel von Allmen

Um die Beständigkeit der Uhrwerke gegen Erschütte­rungen – insbesondere auch beim Herunterfallen – zu erhöhen, hat Rolex eine wirksame Stoßsicherung entwickelt und patentiert: das Paraflex­-Antischocksystem.

Denn eines der kritischsten Elemente des Uhrwerks bei Erschütterungen ist der Zapfen der Unruhwelle. Die Unruh ist das mechanische Herzstück der Armbanduhr, eine bewegliche Komponente, die mit ihrer großen Massenträg­heit beste chronometrische Leistungen der Armbanduhr gewährleistet. Deshalb müssen die Wellenzapfen möglichst dünn sein – etwa sieben hundertstel Millimeter Durchmesser, so dick wie ein Haar –, um die Reibung zu minimieren. Sie sind daher sehr empfindlich.

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